Kreditgrundlagen: Was muss man über Kredite wissen?

Kredit Grundlagen

In der Schweiz vergeben Banken, Kreditinstitute und Privatpersonen Kredite. Banken sind auf Hypothekarkredite und Geschäftskredite spezialisiert, während Kreditinstitute und Privatpersonen hauptsächlich Konsumkredite anbieten.

Konsumkredite decken Beträge von 500 CHF bis 80’000 CHF und sind durch das Konsumkreditgesetz (KKG) geregelt. Kleinkredite, Autokredite und P2P-Kredite werden bis auf wenige Ausnahmen als normale Konsumkredite behandelt.

Die Kreditaufnahme beginnt mit einem Antragsformular und einer Bonitätsprüfung. Nach positiver Prüfung und Annahme der Offerte erfolgt die Auszahlung. Firmenkredite erfordern oft Sicherheiten und bieten flexiblere Konditionen als Privatkredite.

Risiken bei der Kreditaufnahme sind hohe Zinsen, unflexible Bedingungen und Überschuldung. Schutz bieten realistische Haushaltsplanung, Kreditvergleich und gute Bonität. Kreditversicherungen lohnen sich meist nicht wegen hoher Kosten und Ausschlussklauseln.

Wer gibt Kredite in der Schweiz?

In der Schweiz geben Banken, Kreditinstitute und Privatpersonen Kredite. Banken sind auf Hypothekarkredite und Geschäftskredite spezialisiert, während Kreditinstitute und Privatpersonen vor allem die eher kleineren Konsumkredite vergeben. Sie finden mehr Details zu den verschiedenen Anbietern im Artikel über den Kreditvergleich. Hier eine grobe Übersicht der verschiedenen Arten von Kreditanbietern.

1. Banken

In der Schweiz sind Banken die primären Anbieter von Krediten. Dazu gehören die international tätige UBS sowie die regionalen Kantonalbanken, beispielsweise die Zürcher Kantonalbank (ZKB) oder die Genfer Kantonalbank (BCGE). Banken bieten verschiedene Kreditarten an, darunter Hypothekarkredite, Lombardkredite und Konsumkredite.

2. Kreditinstitute

Neben traditionellen Banken gibt es spezialisierte Kreditinstitute, die ebenfalls Konsumkredite und andere Finanzprodukte anbieten. Diese Institute sind auf bestimmte Kundensegmente fokussiert und bieten massgeschneiderte Lösungen an. Kreditinstitute zeichnen sich durch flexible Kreditrahmen und längere Laufzeiten aus, die bis zu 84 Monate (7 Jahre) reichen​. Kreditinstitute sind fast immer die beste Wahl für Konsumkredite.

3. Privatpersonen

In der Schweiz darf man auch als Privatperson Kredite vergeben, solange man die gesetzlichen Voraussetzungen einhält. Dies umfasst sowohl die vertraglich geregelte Kreditvergabe von Einzelperson zu Einzelperson als auch die Vergabe über geeignete Internetplattformen.

Welche Arten von Konsumkredit gibt es?

Es gibt drei Bezeichnungen für Kredite, die oft im Zusammenhang mit Konsumkrediten verwendet werden. Neben dem Privatkredit, welcher den klassischen Konsumkredit meint, sieht man auch Angebote für Kleinkredite, Autokredite und P2P-Kredite. Detailiertere Informationen zu den verschiedenen Arten von Krediten finden Sie im Kredite Schweiz Artikel spezifisch zu diesem Thema.

1. Privatkredit

Privatkredite (Konsumkredite) decken Beträge zwischen 500 CHF und 80’000 CHF und haben eine Mindestlaufzeit von drei Monaten. Sie werden für persönliche Ausgaben wie beispielsweise Urlaube oder Renovierungen genutzt. Der maximale effektive Jahreszinssatz liegt derzeit bei 10 Prozent. Die Kredite sind durch das Konsumkreditgesetz (KKG) geregelt​.

2. Kleinkredit

Ein Kleinkredit ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für einen Privatkredit mit einem kleineren Betrag, der beispielsweise für unerwartete Ausgaben wie Zahnarztrechnungen oder für die kurzfristige Finanzierung neuer Haushaltsgeräte genutzt wird. Kleinkredite bieten schnelle Auszahlung und einfache Antragsverfahren, besonders bei digitalen Anbietern. Kredite über CHF 500 gelten als reguläre Konsumkredite. Es gibt keine offizielle Höchstgrenze für Kleinkredite. Ob ein Betrag als gross empfunden wird, hängt vom individuellen Einkommen und Budget ab.

3. Autokredit

In der Schweiz handelt es sich bei Autokrediten um ganz normale Konsumkredite. Es ist in der Schweiz irrelevant, ob man den Kredit unter der Bezeichnung Autokredit oder Privatkredit beantragt.

4. Peer-to-Peer-Kredite (P2P)

Peer-to-Peer-Kredite (P2P) ermöglichen es Privatpersonen, direkt Kredite an andere Privatpersonen zu vergeben, ohne Involvierung von Banken. Wie andere Konsumkredite dürfen P2P-Kredite frei genutzt werden und bieten oft niedrigere Zinssätze aufgrund geringerer Betriebskosten der Plattformen. Allerdings tragen Kreditnehmer und Investoren höhere Risiken, da die Kreditvergabe ohne Banken höhere Unsicherheiten birgt.

Wie geht die Kreditaufnahme?

Um einen Kredit aufzunehmen, füllen Sie zunächst das Beantragsformular auf unserer Homepage aus und geben das gewünschte Darlehensvolumen an. Das Kredite Schweiz Team vermittelt Sie an den passenden Partner, um den besten Zinssatz zu erreichen. Dieser Service ist kostenlos und unverbindlich.

Im nächsten Schritt füllen Sie einen formellen Antrag aus, damit unsere Partnerfirmen Ihre finanzielle Situation bewerten können. Anschliessend prüft der Kreditgeber Ihren Antrag und Ihre Kreditwürdigkeit. Sie erhalten eine Offerte mit dem bestmöglichen Zinssatz, basierend auf Ihrer Kreditwürdigkeit. Je besser die Kreditwürdigkeit ist, desto niedriger ist der offerierte Zinssatz.

Nach der Unterschrift des Vertrags müssen Sie die gesetzliche Wartefrist von 14 Tagen abwarten. Nach Ablauf der Wartefrist wird der Kreditbetrag direkt auf Ihr Konto überwiesen und die Rückzahlungsfrist beginnt gemäss den vertraglichen Konditionen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Firmenkredit und einem Privatkredit?

Ein Firmenkredit und ein Privatkredit unterscheiden sich hauptsächlich durch ihren Zweck und die Zielgruppe. Ein Privatkredit wird für persönliche Ausgaben wie den Kauf eines Autos oder die Renovierung eines Hauses verwendet und richtet sich an Einzelpersonen. Ein Firmenkredit hingegen dient der Finanzierung geschäftlicher Aktivitäten, etwa für Investitionen in Maschinen oder Betriebskapital, und wird von Unternehmen aufgenommen.

Privatkredite sind in der Regel unbesichert, basieren auf der Bonität und dem Einkommen des Kreditnehmers und haben standardisierte Konditionen. Firmenkredite erfordern oft Sicherheiten wie Immobilien oder Maschinen und bieten flexiblere, individuell angepasste Konditionen. Die Bonitätsprüfung für Privatkredite konzentriert sich auf die persönliche Finanzlage des Antragstellers, während bei Firmenkrediten die Geschäftszahlen und die wirtschaftliche Situation des Unternehmens analysiert werden.

Welche gesetzlichen Bestimmungen muss man kennen?

Regulatorisch unterliegen Privatkredite in der Schweiz dem Konsumkreditgesetz (KKG). Die Verbraucherschutzvorschriften im Konsumkreditgesetz schützen Kreditnehmer vor Überverschuldung. Kreditnehmer müssen Voraussetzungen erfüllen und hinzu kommt eine obligatorische Bonitätsprüfung.

Was sind die Voraussetzungen?

Um einen Kredit aufzunehmen, müssen Kreditnehmer volljährig sein und einen festen Wohnsitz in der Schweiz haben. Zudem ist ein regelmässiges Einkommen erforderlich, um die Rückzahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Die genaue Höhe des Mindesteinkommens variiert je nach Kreditgeber, jedoch ist es eine zentrale Voraussetzung, um sicherzustellen, dass der Kreditnehmer die monatlichen Raten bedienen kann.

Was ist die Bonitätsprüfung?

Die Bonitätsprüfung ist ein gesetzlich vorgeschriebener Prozess, bei dem der Kreditgeber die finanzielle Situation und die Kreditwürdigkeit des Antragstellers bewertet. Diese Prüfung der Bonität umfasst die Analyse von Einkommensnachweisen, bestehenden finanziellen Verpflichtungen und der Kreditgeschichte des Antragstellers. Ein positives Ergebnis der Bonitätsprüfung ist entscheidend für die Genehmigung des Kredits und bestimmt auch die Zinskonditionen.

Wie werden Kredite in den Steuern behandelt?

In der Schweiz können die Zinsen, die auf Konsumkredite gezahlt werden, steuerlich abgesetzt werden. Der Kreditbetrag darf vom Vermögen abgezogen werden. Man sollte deshalb immer alle relevanten Nachweise aufbewahren, um die Zinszahlungen korrekt in der Steuererklärung angeben zu können.

Welche Risiken gibt es bei Krediten?

Bei der Aufnahme eines Kredits in der Schweiz gibt es mehrere Risiken, die potenziell erhebliche negative Auswirkungen haben. Diese Risiken umfassen Dinge wie zu hohe Zinsen und Gebühren, unflexible Kreditbedingungen, Überschuldung, Schädigung der Kreditwürdigkeit und betrügerische Angebote. Durch Vorsicht und den richtigen Kreditpartner können solche Risiken aber gut umgangen werden.

Wie schützt man sich vor Verschuldung durch Kredite?

Um dich vor Verschuldung durch Kredite zu schützen, muss man vor allem präventiv vorgehen. Zu einer effektiven Prävention gehören ein genauer Budgetplan, die Sicherstellung einer guten Bonität und die Wahl des richtigen Kreditanbieters. Falls es zu spät ist, helfen Schuldenhilfestellen weiter. Grundsätzlich ist es Kreditgebern verboten, Kredite an verschuldungsgefährdete Leute zu vergeben, aber trotzdem bleibt die Eigenverantwortung natürlich gross.

Sind Ratenversicherungen sinnvoll?

In den meisten Fällen sind Kreditversicherungen für Kreditnehmer nicht lohnenswert. Die Kosten sind sehr hoch und es gibt zahlreiche Ausschlusskriterien. Aus diesen Gründen raten wir bei Kredite Schweiz in der Regel von Kreditversicherungen ab. Eine Rechtsschutzversicherung ist eine gute Möglichkeit, falls man trotzdem zusätzlichen Schutz will, da diese auch andere Bereiche des Lebens abdeckt.

Wann ist eine Kreditumschuldung sinnvoll?

Eine Refinanzierung ist immer dann vorteilhaft, wenn der Zinssatz des neuen Kredits niedriger ist als der des bestehenden Kredits und die Bearbeitungsgebühren des neuen Kredits moderat sind. Wenn sich seit der ursprünglichen Aufnahme Ihres Kredits beispielsweise durch eine erhebliche Lohnerhöhung Ihre Bonität verbessert hat, dann lohnt sich eine Refinanzierung sehr schnell. Auch bei Krediten mit generell hohen Zinsen lohnt es sich, zum Beispiel bei Kreditkartenschulden. In der Schweiz profitieren Kreditnehmer von der Regelung im KKG, die besagt, dass vorzeitige Rückzahlungen von Konsumkrediten immer kostenlos möglich sein müssen.